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Lupine

Hülsenfrüchte sind allgemein gesund und die beste Alternative bei einer cholesterinfreien und dennoch vollwertigen und eiweißreichen Ernährung. Allerdings enthalten sie wie Fleisch Harnsäure bildenden Purine. Lupinen haben einen sehr niedrigen Puringehalt im Vergleich zu anderen Hülsenfrüchten oder tierischen Eiweißquellen. Das macht sie zu einem interessanten Lebensmittel bei rheumatischen Erkrankungen.Zudem enthält Lupinenmehl beträchtliche Mengen des sonst nur in tierischen (Leber), fermentierten (Quark, Bier) oder bakteriellen (Spirulina) Produkten vorkommenden Vitamin B12. Wie alle Hülsenfrüchte sind Lupinen glutenfrei und damit für Weizeneiweißallergiker und Zöliakie-Patienten bestens geeignet. Auch für Menschen mit Laktose-Intoleranz also einer Unverträglichkeit für Milchzucker, sind die laktosefreien Lupinen geeignet. Zudem haben Lupinen, wie auch die anderen Hülsenfrüchte, einen sehr niedrigen glykämischen Index (= GLYX), d.h. ihre Kohlenhydrate sind nicht schnell verfügbar, sie erhöhen nicht den Blutzuckerspiegel und müssen von Diabetikern nicht angerechnet werden.Der Proteingehalt von Lupinen ist sehr hoch. Die ernährungsphysiologische Wertigkeit des Lupinenproteins obendrein besser als die von Bohnen oder Erbsen. Dies liegt an den hohen Anteilen der limitierenden Aminosäuren (3) Lysin, Methionin und Tryptophan, die nur in Soja noch höher sind. Die Kombination mit Getreide oder Mais ergibt höchste Eiweißwertigkeit. Das Fett der Lupinenkörner ist ebenfalls hochwertig und enthält als wesentliche Bestandteile Ă–lsäure und Linolsäure sowie Lecithin. Lupinen müssen jedoch nicht wie Sojabohnen vor der Verarbeitung zu Mehl erst entfettet werden. Süßlupinen enthalten die Radikalfänger und Antioxidantien beta-Karotin und Vitamin E. Lupinen sind im Vergleich mit anderen Hülsenfrüchten besonders reich an Ballaststoffen. Zur weiteren Verarbeitung und für Konsumzwecke ist das Entfernen der Schale oder sogar die Extraktion des Lupineneiweiß deswegen Standard. Die so gewonnene Kleie der Lupine findet zur Anreicherung in Diätprodukten Verwendung. Der Mineralstoffgehalt  ist - wie generell bei pflanzlichen Lebensmitteln - hoch.

Botanik und ökologische Bedeutung:

Lupinen gehören zur Ordnung der Hülsenfrüchte (Leguminosae), die weltweit mit zahlreichen Gattungen und ca. 13 000 Arten in 3 Familien vertretenen ist. (Knöllchenbakterien an Leguminosenwurzeln) Alle Leguminosen können mit Hilfe von spezifischen Bakterien an ihren Wurzeln aus dem Stickstoff der Luft wertvolles Protein machen. Dieses Protein befindet sich in Knöllchen (Bild rechts) und kann von der Pflanze genutzt werden weswegen alle Hülsenfrüchte besonders eiweißreich sind. Die Symbiose aus Bakterium und Pflanze (Bild rechts) ist ein hocheffektives natürliches System, welches eine Syntheseleistung vollbringt (Protein aus Luftstickstoff), die sonst nur in großen technischen Anlagen und unter hohem Energieverbrauch durchgeführt werden kann. Kein höheres Lebewesen, ob Pflanze oder Tier, kann selbst Protein erzeugen oder Luftstickstoff nutzen. Deswegen ist die ökologische Bedeutung von Arten der Hülsenfrüchte mit ihren effektiven Knöllchenbakterien weltweit sehr groß. Die positiven Wirkungen für den Boden und die nachfolgenden Kulturen wie beispielsweise Getreide nennt man Vorfruchtwert. Lupinen haben einen sehr hohen Vorfruchtwert, da sie beträchtlichen Mengen der wertvollen Stickstoffknöllchen im Boden hinterlassen, die den Einsatz von Stickstoffdüngern überflüssig machen. Weitere positive Eigenschaften der Hülsenfrüchte sind die tiefe Durchwurzelung und damit Lockerung des Bodens durch die Pfahlwurzeln und der Aufschluss schwerlöslicher Mineralstoffe. Leguminosen und ganz besonders Lupinen bereiten den Boden und machen auch Phosphat für andere Pflanzen wieder verfügbar.

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